Hier finden Sie einen kleinen Auszug unserer Aktuellen Projekte.

Für einen detailierten Einblick nutzen Sie gern unsere Referenzliste als PDF:

 Referenzliste Deu-Stand 06.2018.pdf 


Unsere Produkte in der Praxis

Messtechnische Überwachung mit der GeTec- Druckschlauchwaage

Im Rahmen der Untertunnelung der Centraal Station Antwerpen kam zur messtechnischen Überwachung des historischen Bauwerks die GeTec-Druckschlauchwaage zum Einsatz.
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Zur Vermeidung größerer Gebäudeschäden – es waren Gesamtsetzungen für alle Bauphasen von 60 bis 120 mm prognostiziert – wurde das Soilfrac-Verfahren zum permanenten Setzungsausgleich während der Tunnelbauphasen eingesetzt. Mit diesem Verfahren können nach einer Vorinjektion jederzeit gezielte Gebäudehebungen ausgeführt werden. Die Anwendung dieses Verfahrens setzte die permanente messtechnische Überwachung des Gebäudes voraus.

Aufgrund der geforderten Messgenauigkeit von < 0,5 mm und der hohen Messgeschwindigkeit von 30 Sekunden für die gleichzeitige Erfassung aller Überwachungspunkte wurde ein Messsystem mit 83 Schlauchwaagenmessstellen realisiert. Dabei erforderte die Gebäudesituation die Auslegung des Systems in 3 Messkreisen unterschiedlichen Niveaus, welche jedoch auswertetechnisch zu einem Gesamtsystem zu koppeln waren. Publikumsverkehr und wechselnde Temperatur und Lichtverhältnisse erschwerten die Messungen.

Mit Unterstützung des permanenten Messsystems konnten die maximalen Setzungen während der kritischen Bauphasen auf 5 mm bei einer Neigung von 1:2000 begrenzt werden.

GeTec Mess-Container für automatische Überwachung von Geomesstechnik

In Bremerhaven wird mit dem Container-Terminal 4 die seit 1968 im Betrieb befindliche Stromkaje zur größten ihrer Art weltweit ausgebaut. Dazu werden nach dem Ausbaggern der nicht tragfähigen Bodenschichten (Klei und Schlick) Spundbohlen eingerammt, die landseitig mit Sand eingespült und mit Schrägpfählen rückverankert werden.

Diese Arbeiten werden kontinuierlich geomesstechnisch überwacht. Es werden Erddrücke, Porenwasserdrücke, Wasserstände der Weser und die Stahlspannungen in der Spundwand parallel aufgezeichnet. Eigens dafür hat die GeTec Ingenieurgesellschaft einen Messcontainer entwickelt, der über eine Steuerung verfügt, mit der unterschiedlichste Messgeber auch von Fremdherstellern verwendet werden können.

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Für die messtechnische Überwachung werden 25 m lange Messleitern im Spülverfahren eingebaut, die mit Erddruckgebern und Porenwasserdruckgebern bestückt sind.

Jede Messleiter besteht aus zwei Spülrohren (Ø=100 mm) im Abstand von 50 cm, Quertraversen und einem Spülkopf.

Die Arbeiten sind ausgesprochen schwierig und erfordern große logistische Leistungen. So werden allein für die Aufnahme der Leitern drei Kräne benötigt, um Verbiegungen zu verhindern. Der Einbau wurde vom Schiff aus in Gegenwart des Bauherrn, des Bodengutachters und der Bauleitung erfolgreich ausgeführt. Anschließend wurden die Leitungen der Messgeber zu dem Messcontainer geführt, aufgezeichnet und nach Aachen zur Auswertung übermittelt.

Weiterhin wurde die Biegung der 600-er PST-Schrägpfähle durch Messung der Stahlspannungen über Schwingsaiten kontrolliert.

Schlauchwaage im Unterwasserbetrieb

Ein bestehender Öltank (DN 38 m, Höhe 16 m) hatte sich nach Probefüllungen mit Wasser in Teilbereichen bis zu 11 cm gesetzt. Mit der messtechnischen Unterstützung einer Soilfrac-Maßnahme zur Hebung des Öltanks wurde die GeTec Ingenieurgesellschaft mbH beauftragt.

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Die Besonderheit der Maßnahme lag neben einer äußerst kurzen Projektierungsphase in der Tatsache, dass die messtechnische Überwachung des gesamten Fundamentes bei einem mit Wasser gefüllten Tank erfolgen musste. Diese erschwerten äußeren Bedingungen setzten einen vollständig wartungs- und störungsfreien Betrieb des Messsystems während der gesamten Bauphase voraus. Die GeTec setzte ein Messkonzept auf der Basis der hydrostatischen Schlauchwaage um. Dazu wurden eigens für diesen Auftrag wasserdicht gekapselte Messsensoren eingesetzt. Das Fundament wurde im Innern des mit bis zu einer Höhe von 12 m Wasser gefüllten Tankes durch 26 Sensoren überwacht. Zusätzlich erfolgte die messtechnische Überwachung des Außenringes mit weiteren 8 Sensoren. Während der gesamten Bauphase von 10 Wochen lieferte das Schlauchwaagensystem kontinuierlich die für die Hebungsmaßnahmen erforderlichen Messdaten.

Mit Hilfe des GeTec eigenen Programmsystems gtcVisual zur Erfassung, Archivierung und Visualisierung der Messdaten konnten die für die bauausführende Firma notwendigen Objektinformationen permanent und zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Bohrlochvermessung mit dem MaxiborII Messsystem

Der City Tunnel Leipzig, eines der momentan größten innerstädtischen Infrastrukturprojekte Deutschlands, wird eine Neuordnung des gesamten Bahnsystems im Großraum Leiptig ermöglichen. Durch den S-Bahn und Regionalverkehr werden die Stadtteile, umliegende Mittelzentren und auch die nächsten Oberzentren wie Halle, Zwickau und Gera unmittelbar mit der Innenstadt verbunden. Neben dem S-Bahn- und Regionalverkehr können auch Fernverkehrszüge bis hin zum ICE den Tunnel passieren.

Die Tunnelröhren bestehen aus zwei eingleisigen Tunnelröhren, die mittels Schildvortrieb hergestellten werden. Die Länge je Röhre beträgt 1.438 m, Durchmesser 9 m, die Tunneloberkante verläuft zwischen 8 und 16 m unter der Erde.

Zur Gebäudesicherung im Bereich der vorausberechneten Setzungsmulde oberhalb der Vortriebsröhren wird das Compensation Grouting Verfahren (CGV) eingesetzt. Das Verfahren wird angewandt um vortriebsbedingte Setzungen auszugleichen.

Dazu werden im Bereich der gefährdeten Gebäude Schächte erstellt, um die Horizontalbohrungen für die Injektionslanzen zu bohren. Diese werden fächerartig unter die Gebäude gebohrt. Die Planung sieht eine Gesamtbohrlänge von ca. 30.000 m vor.

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Nach Fertigstellung einer Bohrung wird eine Bohrlochvermessung mit dem MaxiborII Messsystem direkt in der Bohrverrohrung durchgeführt. Aufgrund des geringen Eigendurchmessers der Sonde sind auch zusätzliche Messungen direkt in den Manschettenrohren der Injektionslanzen möglich.

Aufgrund der Anwendung des MaxiborII Systems stehen die Endabweichungen der Bohrungen bereits schon direkt nach der Messung zur Verfügung.

Bei der endgültigen Auswertung der Messungen werden die 3D-Koordinaten jeder Messstation anhand der Koordinaten des Anfangspunktes berechnet und ausgegeben. Zusätzlich werden die Abweichung vertikal und horizontal zwischen vom Vektor IST-Anfangspunkt und SOLL-Endpunkt ermittelt.

15.07.2018