Container-Terminal 4 Bremerhaven

GeTec Mess-Container für automatische Überwachung von Geomesstechnik

In Bremerhaven wird mit dem Container-Terminal 4 die seit 1968 im Betrieb befindliche Stromkaje zur größten ihrer Art weltweit ausgebaut. Dazu werden nach dem Ausbaggern der nicht tragfähigen Bodenschichten (Klei und Schlick) Spundbohlen eingerammt, die landseitig mit Sand eingespült und mit Schrägpfählen rückverankert werden.

Diese Arbeiten werden kontinuierlich geomesstechnisch überwacht. Es werden Erddrücke, Porenwasserdrücke, Wasserstände der Weser und die Stahlspannungen in der Spundwand parallel aufgezeichnet. Eigens dafür hat die GeTec Ingenieurgesellschaft einen Messcontainer entwickelt, der über eine Steuerung verfügt, mit der unterschiedlichste Messgeber auch von Fremdherstellern verwendet werden können.

MessContainer Einbau der Messleitern
GeTec Mess-Container Einbau der Messleitern

Für die messtechnische Überwachung werden 25 m lange Messleitern im Spülverfahren eingebaut, die mit Erddruckgebern und Porenwasserdruckgebern bestückt sind.
Jede Messleiter besteht aus zwei Spülrohren (Ø=100 mm) im Abstand von 50 cm, Quertraversen und einem Spülkopf.
Die Arbeiten sind ausgesprochen schwierig und erfordern große logistische Leistungen. So werden allein für die Aufnahme der Leitern drei Kräne benötigt, um Verbiegungen zu verhindern. Der Einbau wurde vom Schiff aus in Gegenwart des Bauherrn, des Bodengutachters und der Bauleitung erfolgreich ausgeführt. Anschließend wurden die Leitungen der Messgeber zu dem Messcontainer geführt, aufgezeichnet und nach Aachen zur Auswertung übermittelt.
Weiterhin wurde die Biegung der 600-er PST-Schrägpfähle durch Messung der Stahlspannungen über Schwingsaiten kontrolliert.