City Tunnel Leipzig

Bohrlochvermessung mit dem MaxiborII Messsystem

Der City Tunnel Leipzig, eines der momentan größten innerstädtischen Infrastrukturprojekte Deutschlands, wird eine Neuordnung des gesamten Bahnsystems im Großraum Leiptig ermöglichen. Durch den S-Bahn und Regionalverkehr werden die Stadtteile, umliegende Mittelzentren und auch die nächsten Oberzentren wie Halle, Zwickau und Gera unmittelbar mit der Innenstadt verbunden. Neben dem S-Bahn- und Regionalverkehr können auch Fernverkehrszüge bis hin zum ICE den Tunnel passieren.

Die Tunnelröhren bestehen aus zwei eingleisigen Tunnelröhren, die mittels Schildvortrieb hergestellten werden. Die Länge je Röhre beträgt 1.438 m, Durchmesser 9 m, die Tunneloberkante verläuft zwischen 8 und 16 m unter der Erde.
Zur Gebäudesicherung im Bereich der vorausberechneten Setzungsmulde oberhalb der Vortriebsröhren wird das Compensation Grouting Verfahren (CGV) eingesetzt. Das Verfahren wird angewandt um vortriebsbedingte Setzungen auszugleichen.
Dazu werden im Bereich der gefährdeten Gebäude Schächte erstellt, um die Horizontalbohrungen für die Injektionslanzen zu bohren. Diese werden fächerartig unter die Gebäude gebohrt. Die Planung sieht eine Gesamtbohrlänge von ca. 30.000 m vor.

Bohrlochvermessung mit MAXIBOR

Nach Fertigstellung einer Bohrung wird eine Bohrlochvermessung mit dem MaxiborII Messsystem direkt in der Bohrverrohrung durchgeführt. Aufgrund des geringen Eigendurchmesser der Sonde sind auch zusätzliche Messungen direkt in den Manschettenrohren der Injektionslanzen möglich.
Aufgrund der Anwendung des MaxiborII Systems stehen die Endabweichungen der Bohrungen bereits schon direkt nach der Messung zur Verfügung.
Bei der endgültigen Auswertung der Messungen werden die 3D-Koordinaten jeder Messstation anhand der Koordinaten des Anfangspunktes berechnet und ausgegeben. Zusätzlich werden die Abweichung vertikal und horizontal zwischen vom Vektor IST-Anfangspunkt und SOLL-Endpunkt ermittelt.